7. Sinfoniekonzert

2. Juni 2014 in Hannover

Werke von F. Liszt/I. Levin, W. A. Mozart, J. Haydn und J. S. Bach/O. Respighi.

Dirigent: Ira Levin
Solist: Till Fellner
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Franz Liszt / Ira Levin:
Fantasie und Fuge über B-A-C-H (1855-70/2011)Wolfgang Amadeus Mozart:
Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur KV 482 (1785)Joseph Haydn:
Sinfonie D-Dur Hob. I:70 (1779)Johann Sebastian Bach / Ottorino Respighi:
Passacaglia und Fuge c-Moll (nach BWV 582) P 158 (1706-13/1930)
Der Kontrapunkt entstand als mittelalterliche Satzlehre des "punctus contra punctum" (Note gegen Note) und regelte, wie Stimmen mit- und gegeneinander zu führen seien. Erst im Barock übernahm mit der Harmonie die vertikale Ausrichtung der Musik die Vorherrschaft. Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge gilt als letztes Kompendium des Kontrapunkts, in dem er als finales Fugenthema seinen eigenen Namen einführte: B-A-C-H . Doch blieb die Fuge eine Königsdisziplin des kompositorischen Handwerks, und nicht wenige Komponisten nahmen auch die Herausforderung des Themas aus vier Tönen an - als Verbeugung vor dem großen Meister des Kontrapunkts.
Franz Liszt schrieb 1855 seine Fantasie und Fuge über B-A-C-H für Orgel und überarbeitete sie 15 Jahre später für Klavier. Der amerikanische Dirigent und Pianist Ira Levin stellt seine Orchestration des Werkes vor, mit dem Liszt die erweiterte Tonalität von Wagners Tristan vorwegzunehmen scheint. In der Orchesterfassung von Ottorino Respighi erklingt ein Orgelwerk von Johann Sebastian Bach selbst: seine Passacaglia c-Moll BWV 582. Kunstvoll überträgt Respighi die Schattierungen der Orgelregister in Orchesterfarben und überhöht diese von der Fragilität der Solo-Flöte bis zum Pathos des spätromantisch besetzten Orchestertutti.
Dem Kontrapunkt widmet sich auch Joseph Haydn in seiner Sinfonie Nr. 70 aus der Kompositionswerkstatt in Esterháza. Der zweite Satz trägt den Untertitel "Specie d'un canone in contrapunto doppio" (nach Art eines Kanons im doppelten Kontrapunkt) und zeigt Haydn als Meister der Polyphonie. Das kontrapunktische Spiel wird im Finale mit gleich drei verschiedenen Themen in einer Fuge mit doppeltem Kontrapunkt fortgesetzt.
Ein Ausnahmewerk auch ohne kontrapunktische Experimente ist Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Es-Dur KV 482. Parallel zum Figaro entstanden, gehört es zu den großen Wiener Konzerten, die Mozart für seinen Eigenbedarf als Pianist komponiert hat. Schon die ersten Takte, eine Orchesterfanfare gefolgt von einem Trio aus Hörnern und Fagott, etablieren den Kontrast zwischen Opulenz und Intimität, Festlichkeit und Privatheit, der das Konzert auszeichnet.

Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de

Wo ist das Event?
Staatsoper Hannover
Opernplatz 1
30159 Hannover
Wann ist das Event?
Montag, 2. Juni 2014
19:30 Uhr
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