Olivier Messiaens „Quartett auf das Ende der Zeit“, geschrieben in Kriegsgefangenschaft, steht im Mittelpunkt dieses Konzertes zur Passionszeit. Es ist ein Werk der großen Visionen, das den Text der Offenbarung des Johannes meditiert und mit großem Farbreichtum die andere Wirklichkeit Gottes schauen lässt. Die ungewöhnliche Kombination von Klavier, Violine, Violoncello und Klarinette gibt dem Werk eine unverwechselbare Farbe voller Licht, das im Gegensatz zur persönlichen Kriegserfahrung des Komponisten steht.
Ergänzend zur Instrumentalmusik singt der Kammerchor der Darmstädter Kantorei drei Chorwerke, die sich mit Himmel und Erde beschäftigen. Frank Martins „Sanctus“ aus der Doppelchormesse symbolisiert in der Liturgie den Gesang von Himmel und Erde vor dem Angesicht Gottes, Eric Whitacres „Lux Aurumque“ besingt die Verbindung zwischen den Wirklichkeiten im Weihnachtsgeschehen, Einojuhani Rautavaaras „Erste Elegie“ über einen Text Rilkes fragt kritisch nach dem Verhältnis von erlebter und gedeuteter Wirklichkeit.
Ein ungewöhnlicher Konzertabend mit großartiger Musik, die nur selten zu hören ist!
Donata Wilken, Violine
Ulrich Büsing, Klarinette
Katrin Ziegler, Violoncello
Sabine Simon, Klavier
Kammerchor der Darmstädter Kantorei
Leitung: Christian Roß
Eintritt: 12 EUR / 6 EUR zzgl. VVK-Gebuühr
Abendkasse: 15 EUR / 7 EUR
Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de
Startseite – Kalender – Lexikon – App – Sitemap – Impressum – Datenschutzhinweis – Kontakt
Olivier Messiean: Quatuor pour la fin du temps - Darmstadt - 19.03.2017 – Copyright © 2025 Kleiner Kalender